| Gefahr von Kaminbränden |
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Durch den Einsatz des Brennstoffes Holz sind wiederholt Schornsteinbrände zu beklagen. In Ostwestfalen-Lippe „brennen jährlich ca. 200 - 250 Schornsteine.
C = Kohlenstoff (Carboneum)
H = Wasserstoff (Hydrogenium) O = Sauerstoff (Oxygenium) N = Stickstoff (Nitrogenium) Kohlenstoff und Wasserstoff sind die eigentlichen Energieträger. Sauerstoff und Stickstoff sind Bestandteile der Luft. Wobei Stickstoff als Verbrennungsbremse angesehen werden muss.Gewünscht ist immer eine vollständige Verbrennung. Doch eine vollständige Verbrennung setzt voraus, dass das Mischungsverhältnis der beteiligten Elemente ständig überwacht wird. Eine Überwachung ist auf Grund des unterschiedlichen Brennstoffes ( Hartholz, Weichholz, Größenverhältnisse) und der Bedienung nicht möglich. Wie Ruß entsteht und was die Gefahren sind: Bei einer unvollkommenen Verbrennung kommt es neben der CO-Bildung zu einem verstärkten Rußanfall.Ruß ist nichts anders als fast reiner unverbrannter Kohlenstoff. Diese Ablagerungen erfolgen zunächst im Rauchrohr und dann im Schornstein. Die eigentliche Ursache ist schon bei der Auswahl der Feuerstätte, aber auch in der Bedienung zu finden. So ist immer wieder erkennbar, dass die Leistung der Feuerstätte nicht auf den tatsächlichen Wärmebedarf der Wohnung abgestimmt wurde. Holz ist eigentlich ein umweltfreundlicher Brennstoff. Doch zu der negativen Bedienung der Feuerstätte kommt der Zustand des Brenngutes. Da Holz nur in Faserrichtung austrocknet, bedarf es einer Lagerzeit an einer dem Wind ausgesetzten und gegen Niederschlag geschützten Stelle von bis zu 2 - 3 Jahren je nach Holzart.Doch selbst dann verbleibt eine Restfeuchte von ca. 20 % ! Das entspricht 200 Gramm pro Kilogramm Holz. Der Wasserstoffgehalt von Holz beträgt 5 % (50 g/Kg). Bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht die neunfache Menge an Wasser. Lagerzeiten für Brennholz: Pappel, Fichte, Linde, Erle, Birke (Weichholz) min. 1 bis 2 Jahre Buche, Esche, Obstbäume min. 2 Jahre Eiche (Hartholz) min. 2 bis 3 Jahre ![]() Richtig Falsch Beim Rußbrand entstehen Temperaturen von ca. 1000 °C !!! Durch die Verbrennung lockern sich die vorhandenen Rückstände und dehnen sich bis zum 6-8 -fachen des ursprünglichen Volumens aus. Abschließend wird ausgesagt, dass bei der Verbrennung von Holz - Ruß nicht zu vermeiden ist.Doch durch die unsachgemäße Art der Bedienung durch den Benutzer wird der Rußansatz entscheidend beeinflusst.Gleichwohl ist immer der Benutzer selbst für einen Schornsteinbrand verantwortlich. Ursächlich ist hier das Verbrennen von langflammigen Brennstoffen wie z.B. Reisig oder Verpackungen. Hierbei entzündet sich zunächst der Ruß im Rauchrohr.Doch das Rauchrohr von Kaminöfen / Kachelöfen / offenen Kaminen etc. unterliegt gemäß KÜO, nicht der Kehrpflicht durch den Schornsteinfeger ! Entstehung von Hart- und Glanzruß Die Brennstoffe Holz und Torf, aber auch „ junge" Rohbraunkohle, haben verhältnismäßig viele Bestandteile, die zur Teerbildung neigen.Es handelt sich hier um Kohlenwasserstoffe, welche im Normalfall in den Feuerstätten verbrannt werden. Ø feuchte Brennstoffe Ø ungeeignete Brennstoffe Ø falsche Bedienung Ø falscher Brennstoff Ø Verbrennungsluftmangel Ø Unterschreitung des Taupunktes der Abgase Ø falsche Brennstoffstückigkeit (Größe) Ursachen für die Entstehung von unkontrollierten Schornsteinbränden Bei der Verbrennung langflammiger Brennstoffe, wie Papier, Pappe, Reisig und von harzreichen Nadelhölzern werden häufig Funken und sehr hohe Temperaturen über die Züge der Feuerstätte in den Kamin getragen. Diese können dann dort die Rußschicht entzünden Es kommt zum Rußbrand !!! ![]() ![]()
Gefahren eines unkontrollierten Schornsteinbrandes Ø Brandausbreitung durch Funkenflug Ø Verschluß des Schornsteinquerschnitts durch Aufquellen des Rußes Ø Brandübertragung durch Risse, Hohlräume, anliegende Balken, nicht einsehbare Bereiche Ø Entzündung von brennbaren Teilen in der Nähe des Schornsteines, wie Schränke, Fußleisten, Bilder u.ä. Ø Beschädigung des Schornsteines durch Wärmeeinwirkung (Wärmedehnung) Ø Rissbildung am Schornsteinmauerwerk - Einsturzgefahr bei gezogenen Schornsteinen Ø Rauchausbreitung durch Verstopfen des Schornsteines Ø Schmelzen von isolierten Stromleitungen am Schornstein Wie bemerke ich einen Schornsteinbrand ? Ø Leises „Knistern" im Schornstein Ø Dichte schwarz-gelbe Rauchentwicklung Ø Hohe Außentemperaturen am Schornstein Ø Flammen-, Funken- und Glutbildung im Schornstein Ø Flammen und Funken schlagen aus dem Schornstein Solche Anzeichen werden oft durch Hausbewohner selbst nicht bemerkt. Meistens sind das die Nachbarn oder Passanten, welche die Alarmierung der Feuerwehr veranlassen. Was ist zu tun bei einem Schornsteinbrand ? Sofort die Feuerwehr rufen ! Schornsteinbrände bekämpft man grundsätzlich nicht mit Wasser ! Ein Eimer Wasser = 10 Liter ergibt bei Änderung des Aggregatzustandes von flüssig in gasförmig eine Volumensvergrößerung auf ca. 17.000 Liter Dampf. Bei dem Versuch den Rußbrand im Schornstein mit Wasser zu löschen, würde ein enormer Druck entstehen; der Schornstein würde durch die Volumenszunahme explosionsartig auseinandergedrückt, was eine Brandausbreitung zur Folge haben könnte. Ablauf zur Bekämpung des Schornsteinbrandes Ø Alle Hausbewohner sofort informieren Ø Wie weit ist der Schornsteinbrand fortgeschritten ? - Rußbrand im Rauchrohr ? - Brennt der untere oder obere Bereich im Schornstein ? - Schlagen Flammen aus dem Schornstein ? Ø Löschmittel bereitstellen und Wasserversorgung aufbauen. Pulverlöscher oder Kübelspritze auf allen Stockwerken gegen Brandausbreitung bereitstellen. Eventuell Drehleiter anfordern. Wenn der Schornstein „brummelt" und „pulsiert" deutet dies auf einen eingeengten Querschnitt hin.Es muss sofort der verengte Schornsteinquerschnitt vom aufgeblähten Ruß befreit werden. Geschieht das nicht, kann der Schornstein durch den Hitzestau reißen oder es kann zu Verpuffungen kommen. Die größte Gefahr besteht für das Gebäude in der Nachheizphase. Jetzt dringt die Hitze vom Schornsteininnern nach außen. Außer der Feuerwehr sollte bei einem Schornsteinbrand in jedem Fall der zuständige Bezirksschornsteinfeger-meister benachrichtigt werden. In den einzelnen Geschossen müssen Brandwachen aufgestellt werden, möglichst mit Kübelspritzen. In den Schornstein darf kein Wasser gespritzt werden. Es würde wegen der großen Hitze zu schlagartigen Volumenvergrößerungen kommen, die das Schornsteinmauerwerk reißen lassen. Nur in Notfällen den Rußbrand vorsichtig mit einem Pulverlöscher von unten löschen. ![]()
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